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FRAUEN IN BERLIN

22.1.2018

20.15 UHR

Pupille – Kino in der Uni

Studierendenhaus Campus Bockenheim

Mertonstraße 26-28

60325 Frankfurt am Main


www.pupille.org



DDR 1982, R, S, T Chetna Vora, K Thomas Plenert, Peter Badel, P Anita Vanderhertz, Kopie s/w u. Farbe, SD-File von VHS, 139 min, dt. OV


Lars Barthel wird für ein Gespräch anwesend sein (angefragt)


In langen, kaum geschnittenen Einstellungen sprechen Frauen über ihr Leben. Alle Gespräche sind in Innenräumen gedreht und zeugen von Vertrauen und großer Offenheit. Es geht um die Arbeit, die Beziehung, was vom Tage bleibt, um das Familiäre, das selbstverständlich politisch ist. Zum roten Faden der Gespräche wird das Verhältnis von Wunsch und Wirklichkeit und womöglich die Ahnung, dass eine dauerhaft glückliche Beziehung mit einem Mann ebenso unwahrscheinlich ist, wie eine glückliche Zukunft des Arbeiter- und Bauernstaats. Chetna Vora kam 1976 zum Regiestudium an die HFF in Babelsberg. Frauen in Berlin wäre ihr erster Langfilm geworden, die Produktion wurde jedoch vor Fertigstellung von der HFF abgebrochen und das Negativmaterial größtenteils vernichtet. Geblieben ist eine zuvor heimlich auf Video abgefilmte Rohfassung, die gerade in dieser Form zu einem unschätzbar aufrichtigen Dokument geworden ist. Chetna Vora zog 1983 mit ihrem Lebenspartner, dem Filmemacher Lars Barthel, und der gemeinsamen Tochter nach Indien. Sie starb 1987. (Tobias Hering, Begleittext zur Filmreihe In deutscher Gesellschaft. Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962–1992, 2018)


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Kinothek Asta Nielsen

in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und der Pupille – Kino in der Uni

Kurze Reise in die Vergangenheit und zurück: in die Zukunft

OUR HOUSE. Festival der Selbstverwaltung


Seit 66 Jahren ist das Studierendenhaus der J.W. Goethe-Universität ein Ort der Vielfalt und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Bestehenden. Seine Einweihung im Februar 1953 war ein Meilenstein in der Redemokratisierung der Uni und steht symbolisch für die Rückkehr der Frankfurter Schule aus dem Exil. In der Folge hat es Frankfurter Geschichte geprägt wie wenige andere Gebäude.


Doch mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluß: Zum Jahrestag der Einweihung knallen bei OUR HOUSE. Festival der Selbstverwaltung die Korken und es wird der Übergang in eine aufregende Zukunft geprobt. Denn bald schon wird das Studierendenhaus zum Offenen Haus der Kulturen, einem selbstorganisierten, interdisziplinären Kulturzentrum.


Gemeinsam mit 30 Initiativen, die es in Zukunft weiter nutzen wollen, wird das komplette Gebäude vom Offenen Haus der Kulturen einen Nachmittag und Abend lang bespielt. Die Kinothek ist eine der Initiativen und trägt das Kurzfilmprogramm Kurze Reise in die Vergangenheit und zurück: in die Zukunft bei: Es vergegenwärtigt Moment aus der Geschichte des Pupille Kinos, in dem seit den 50er Jahren viele Studierendengenerationen Filmprogramme zeigten. Es will mit solcher Erinnerung auf die Bedeutung des Kinos an diesem Ort hinweisen: Ein Ort, den es auch in Zukunft geben muß, weil er immer allen Frankfurter*innen offenstand und über die Jahrzehnte von vielen, nicht nur Studierenden, besucht wurde und wird. Das Programm beginnt mit einem der sogenannten Reeducation-Filme, ein Projekt, das dem des Studierendenhauses als einer – nach dem Willen Max Horkheimers – Einrichtung zur Einübung in Demokratie entspricht. Aus den Anfangsjahren wird einer der "Pupille"-Film zu sehen sein, die vom Film-Studio an der J.W. Goethe-Universität gedreht wurden. Das Studierendenhaus gab in der Pupille um 1980 auch einem Frankfurter Frauenkino Raum: daran erinnern wir mit damals gezeigten Filmen von Rosi S.M., Christine N. Brinckmann, Cathy Joritz. Mit einer jüngeren Arbeit von Laura Padgett, die hr-Material aus den 50ern bis 70ern verwendet, schließt die kurze Reise in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft.


Das Programm


UNSERE STRASSE

Karl Koch, BRD 1951, 16mm, s/w, 30 min, Ton        


DIE PUPILLE Nr.7

Film-Studio an der J.W. Goethe Universität, BRD 1954/1955, DVD, s/w, 16 min, Ton (Ausschnitt)


SOLITAIRE

Laura J. Padgett, BRD 2017, digital file, s/w, 2,5 min, Ton    


MAMMA HEMMERS GEHT MIT IHREM PASTOR ZUM LETZTEN MAL ÜBER'N HEINRICHPLATZ: KREUZBERG ADIÖ

Rosi S.M., BRD 1981, 16mm, Farbe, 8 min, Ton


DIE URSZENE

Christine N. Brinckmann, BRD 1981, 16mm, Farbe, 6 min, Ton


NEGATIVE MAN

Cathy Joritz, USA+BRD 1985, 16mm, s/w, 2 min, Ton


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Die Kinothek Asta Nielsen bei der Berlinale 2019


Bei der diesjährigen Retrospektive der Berlinale Selbstbestimmt: Perspektiven von Filmemacherinnen läuft

ETWAS TUT WEH von Recha Jungmann

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Der Film ist Teil des noch laufenden Digitalisierungsprojektes der Filme von Recha Jungmann der Kinothek Asta Nielsen und des Deutschen Filminstituts&Filmmuseums im Rahmen von Remake. Frankfurter Frauen Film Tage 2018.

Das Projekt wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und findet in Kooperation mit Deutsches Filmmuseum&Filminstitut statt.

Die Digitalisierung von ETWAS TUT WEH wurde gefördert von der BKM.


Gerne machen wir noch aufmerksam auf ein weiteres Programm im Rahmen der Berlinale-Retrospektive:

Es laufen die Filme DRESS REHEARSAL und KAROLA 2 von Christine N. Brinckmann in Anwesenheit von Christine N. Brinckmann und Karola Gramann

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Special – BACK TO NATURE

Kinothek Asta Nielsen beim 12. Lichter Filmfest Frankfurt International

Ein Programm in Zusammenarbeit mit dem Mal Seh’n Kino

Ausgewählt von Gunter Deller, Karola Gramann und Heide Schlüpmann

Zu Gast ist die Filmmacherin Helga Fanderl


Auch in diesem Jahr machen Deller, Gramann und Schlüpmann sich das Vergnügen, ein Programm aus der Geschichte und Gegenwart des Experimentalfilms zum Lichter-Filmfest beizusteuern. Das Mal Seh'n Kino projiziert die Filme in ihren unterschiedlichen Formaten: Die Schaulust am analogen Material kann rundum ausgelebt werden.


NATURE´S FAIREST

Anonym, Deutschland ca.1908, 3 Min., viragiert, 16mm von 35mm, zugespielte Musik

Die Schönheit der Rose entfaltet sich in all ihren Ansichten. Ein wunderbares Beispiel für die virtuosen Techniken der Farbgebung, wie der Schablonenkolorierung, im frühen Kino.

Kopie aus dem Archiv der Kinothek Asta Nielsen


BACK TO NATURE

George Kuchar, USA 1976, 10 Min., 16mm, Ton

Eine Geschichte von Liebe, Glück, Erfüllung, Betrug und Schmerz inmitten großartiger Landschaft - teilweise gefilmt im Death Valley und Kings Canyon.

Kopie Arsenal – Institut für Film und Video


GARDEN PIECES

Margaret Tait, Großbritannien 1998, 12 Min., 16mm

"Ihr letzter Film. Er wippt hin und her zwischen sehr leicht und ganz aus der Mitte des Seins. Ein Triptychon ihres Gartens. Wie macht Margaret Tait es nur - sie nimmt 'einfach' ihre Kamera in die Hand und filmt und da ist Es, was sich jeder Beschreibung entzieht, was mich so glücklich macht, wenn ich diese Bilder sehe." (Ute Aurand)

Kopie Arsenal – Institut für Film und Video


GLIMPSE OF THE GARDEN

Marie Menken, USA 1957, 5 Min., 16mm, Ton

Gefilmt in den Gärten ihres Freundes Dwight Ripley, dem Botaniker und Mäzen.

Kopie Arsenal – Institut für Film und Video


BELOVED

Andrea Leuteneker, USA 2002, 12 Min., 16mm, stumm

Eine atemberaubende Reise in das Herz der Rose: in Aufnahmen von 7000 Rosen erforscht sie Farbe, Gestalt und Form, Stiele, Blätter, Blüten, Staubfäden, Früchte und reflektiert in einer formalen Virtuosität ohnegleichen über den Naturkreislauf von Blühen und Vergehen. (Karola Gramann)

Kopie aus dem Archiv der Kinothek Asta Nielsen


A CAR RIDE IN THE PYRENÉES

Anonym, Frankreich ca.1912, 7 Min., schablonencoloriert, 16mm von 35mm, zugespielte Musik

Ein Ausflug ins Gebirge. Schaulust der Frauen wie der Männer an lieblicher und wilder Natur: an Blumen und Wasserfällen. In Blicken durch ein Fernglas setzt das Kameraauge sich selbst in Szene.

Kopie aus dem Archiv der Kinothek Asta Nielsen


KANALBRÜCKE

Helga Fanderl, Deutschland, 3 Min., Super 8 auf 16mm, ohne Ton


UNTER DEM WASSERFALL

Helga Fanderl, Deutschland, 4 Min., Super 8 auf 16mm, ohne Ton

Stürzendem und fließendem Wasser, wild und gezähmt, folgt die Kamera auf direkte, intuitive Weise. Mittels Kameraschnitt und Assemblage der zwei Filme, entsteht eine rhythmische Komposition intensiver Bilder.

Kopie Helga Fanderl


WILD NIGHT IN EL RENO

George Kuchar, USA 1977, 6 Min., 16mm, Ton

Ein Gewittersturm, der mit voller Wucht über ein Motel in El Reno im Bundesstaat Oklahoma fegt. Dort hielt sich George Kuchar einmal im Jahr für einen Monat auf um Wetterstudien zu betreiben. Diesmal hat er es nicht nur mit Sonne und Wind, Wolken und Regen zu tun – über ihn bricht eine himmlisch-höllische Finsternis herein, aufgeladen mit Elektrizität, die in spektakulären Effekten die Nacht erhellt.

Kopie Arsenal – Institut für Film und Video


WENN DER EISBERG KALBT

Gregor Maria Schubert und Sylvie Hohlbaum, Deutschland 2002, 7 Min., Video, Ton

Der Einzelgänger Manfred Binder beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Zukunft unserer Zivilisation. Sein Interesse gilt den bevorstehenden klimatischen Veränderungen. Mit unverwechselbarem Charisma trägt er seine Analysen vor. Daraus entwickelt er Ideen, die so stringent wie einfallsreich sind: Durch eine von ihm gefertigte „Überlebenskapsel“ ist ein Überleben möglich...


FÜTTERUNG VON RIESENSCHLANGEN

Regie Anonym, Komet Film Company, Deutschland 1911, 3 Min., 16mm von 35mm, stumm

Das Kaninchen vor der Schlange ...

Kopie aus dem Archiv des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität


C´MON BABE (DANKE SCHÖN)

Sharon Sandusky, USA 1988, 12 Min., 16 mm, Ton

Der Film gilt als "der Blue Velvet des Dokumentarfilms" und besteht ausschließlich aus Found Footage-Material einer Produktion der Disney Studios über das Leben und Sterben der Lemminge. Sharon Sandusky gibt in ihrer Bearbeitung durch Montage und Ton dem Naturfilm eine überzeugende Wendung.

Kopie Arsenal – Institut für Film und Video


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Kinothek Asta Nielsen in Kooperation mit fetter_widerstand

RIOT NOT DIET – Film, Gespräch, Performance und Drinks

„In Zeiten neoliberaler Selbstoptimierung ist deine Wampe eine Demo!

Ein goldenes Sommerkleid in XXL, das Wassereis in der Hand tropft langsam auf den Asphalt. RIOT NOT DIET entwirft eine queer-feministische Utopie fernab von abstrusen BMI-Normen und männlicher* Deutungshoheit. Statt sich für ihre ausladenden Körpermaße zu schämen, fordern die Frauen* und Queers hier selbstbestimmt Platz ein. Sie sprengen mit ihren dicken Körpern patriarchale Strukturen und genießen die eigene Leiblichkeit.“ – RIOT NOT DIET


RIOT NOT DIET

Regie: Julia Fuhr Mann

Deutschland 2018, DCP, 17 Minuten, OmeU

Weitere Infos zum Film


Nach dem Film folgen eine fette_Performane sowie eine Gesprächsrunde mit der Filmemacherin* Julia Fuhr Mann, der Aktivistin Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum, der Performerin* Magdalini Savvidou und dem fetten_widerstand. Aus intersektionalen Perspektiven wird über Bodyismus diskutiert, nach Formen von Widerstand sowie Interventionen gefragt und nach solidarischen Allianzen gesucht. Das Motto: „Kampf den Körpernormen, nicht den Körperformen!“


Der Eintriff ist frei.


Anschließend geht es weiter in die Fransenbar – ein Barabend für frauen*lesben*inter*trans* only im ExZess, Leipziger Str. 91, 60486 Frankfurt am Main (ca. 10 Minuten zu Fuß).


Die Veranstaltung ist eine Aktion des 8. März Bündnis für queer-/feministische Kampftage (Ffm). Denn jeder Tag ist feministischer Kampftag!


Unterstützt vom Autonomen Frauen*Lesben Referat (AF*LR) der Goethe Uni und der Pupille – Kino in der Uni.


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Chetna-_Lars-_Paris
Faust

23.2.2018

18 UHR

Pupille – Kino in der Uni

Studierendenhaus Campus Bockenheim

Mertonstraße 26-28

60325 Frankfurt am Main


www.pupille.org



SOLITAIRE_FILMSTILL_PADGETT_HARENDT
SOLITAIRE_FILMSTILL_PADGETT_KENNEDYBESUCH
Negative Man
die Urszene - (2)
die Urszene - (4)
Etwas tut Weh 1.7 (C) Recha Jungmann 300 dpi
Karola Film-2

Sonntag,

31. März 2019

20 UHR


Mal Seh'n Kino

Adlerflychtstr. 6, Hinterhaus

60318 Frankfurt am Main

www.malsehnkino.de



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Kanalbrücke, © Helga Fanderl

Mittwoch,

3. April 2019

20 UHR


Pupille – Kino in der Uni

Studierendenhaus Campus Bockenheim

Mertonstraße 26-28

60325 Frankfurt am Main


www.pupille.org



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