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20.1. 2018

Kinothek Asta Nielsen


FRAUENRÄUME – FRAUENTRÄUME

Filmreihe für Migrantinnen*, geflüchtete und deutsche Frauen*#


Eine Reise um die Welt

Eine Reise durch die Filmgeschichte

Dauer circa 60 Minuten


Die Kinothek Asta Nielsen öffnet ihr Archiv und zeigt Filme aus verschiedenen Ländern und Epochen des letzten Jahrhunderts. Ein Spiel mit filmischen Formen und Geschichten, mit Bildern und Musik.


Schon zu Beginn der Filmgeschichte – das war Ende des 19. Jahrhunderts –  haben Kameraleute aus Europa  die Welt bereist, um Eindrücke von Land und Leuten zurück zu bringen. Sie haben damit Horizonte eröffnet und Begegnungen mit anderen Gesellschaften, anderen Lebensweisen und – im doppeltem Sinne – Ansichten ermöglicht.


Das als „fremd Empfundene“ mit dem Eigenen zu verbinden, war und ist bis heute eine Kraft des Kinos.


Die Filme werden auf dem 16mm-Projektor vorgeführt und mit gefundener Musik – auf Platten und anderen Tonträgern – begleitet


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24.1.2018

Mal Sehn Kino


Ninas Farbfilm

D 2015, 77' Minuten

REGIE Lenka Ritschny KAMERA Benjamin Behnisch, Axel Lambrette, Emma Rosa Simon MONTAGE Jonathan FrankSTILLS J. Jackie Baier FARBKORREKTUR Colja Krugmann SOUNDDESIGN UND MISCHUNG Bert Olke ÜBERSETZUNG James Payton Anderson TITEL Rebecca Agnes UNTERTITEL Therese Koppe PRODUKTION Lenka Ritschny. , deutsch mit englischen Untertiteln


Ninas Farbfilm ist das Porträt einer Person, die als Junge geboren wurde und diese Rolle nie erfüllen wollte. Nina geht es um mehr als um das nackte Überleben, das Leben im engen Korsett gesellschaftlicher Normen. Und genau deshalb setzt sie dieses immer wieder aufs Spiel. Ninas Farbfilm setzt sich mit der Frage nach der Gewalt gesellschaftlicher Normen und ihren Konsequenzen auseinander. 

Zu Gast Lenka Ritschny, Berlin 

Im Anschluss an den Film Gespräch mit Borjana Gakovic, Berlin


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20.1.2018

Kinothek Asta Nielsen


HANNAH ARENDT IM GESPRÄCH MIT GÜNTER GAUS

Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus

BRD 1964; Produktion: ZDF; File; 60 min


Mit Vorfilm: Solitaire (Laura J. Padgett, D 2017, 2:18 min)

Im Anschluss Gespräch mit Recha Jungmann und Heide Schlüpmann


Ein Nachtrag zur Werkschau Maria Lang

„Während ich Rahel Varnhagen von Hannah Arendt las, entstand in meinem Denken eine fast unheimliche Parallelität zur Situation der Frauen in unserer Gesellschaft, die zwar nicht als Volk, so doch als ganzes Geschlecht weltlos sind. Immer bei der Begriffsbestimmung Hannah Arendts bleibend, die eine Unterscheidung zwischen dem privaten und dem öffentlichen Raum für Urteilen und Handeln voraussetzt.“ (Maria Lang)


Die Positionen der in Deutschland geborenen und 1933 in die USA emigrierten Philosophin Hannah Arendt hatten große Bedeutung für das Denken von Maria Lang. Im Zentrum des Gespräches zwischen Arendt und Günter Gaus, erstmals 1964 in der berühmten Reihe Zur Person ausgestrahlt, stehen bis heute aktuelle Fragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungs- feld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Weitere zentrale Aspekte des Gespräches sind Geschlechterrollen und der Eichmann- Prozess. Das Gespräch von Günter Gaus mit Hannah Arendt ist ein lebendiges Porträt der Denkerin und Philosophin, mit deren Schriften sich Maria Lang intensiv beschäftigte.


Vorfilm

Solitaire

Laura Padgett, D 2017, Found Footage (16mm digitalisiert) s/w und Farbe, Ton, 2,18 min

 

Der Film Solitaire besteht hauptsächlich aus Dokumentarfilm-Material der sechziger Jahre aus dem Archiv des Hessischen Rundfunks. Wir sehen Max Horkheimer beim Zeitungskauf, wir hören Hannah Arendt, wie sie über unser Verhältnis zur Muttersprache spricht. In Interviews äußern beide ihre Überlegungen zum Thema der Mensch als gesellschaftliches Wesen. Weiter sehen wir Frankfurt während des großen Baubooms der sechziger Jahre. Wir sehen Demonstrationen auf dem Römerberg und die Präsenz der Amerikaner in der Bundesrepublik während des Kalten Krieges. Diskussionen über Wohnungsknappheit, Stadtentwicklung, die Jugend, Gastarbeiter, die Konsumgesellschaft: Diese Themen sind in der Hessenschau aus diesem Jahrzehnt immer wieder zu sehen. Laura J Padgett hat daraus einen Film konzipiert, der sich eingehend mit den Grenzbereichen zwischen privatem und öffentlichem Raum beschäftigt. Diese Grenzbereiche, die teilweise im Begriff sind sich aufzulösen, werden durch die filmische Geschichte als fundmentale Stränge unseres sozialen Geflechts deutlich.(L.P.)


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14.3.2018

Evangelische Akademie Frankfurt

CALL ME MARIANNA

Polen 2015, 75 min, Blu-ray, Farbe, Original mit englischen Untertiteln

Regie und Buch: Karolina Bielawska


Call Me Marianna (Mów mi Marianna)

Marianna wurde im falschen Körper geboren und fasst mit 43 Jahren den Mut zu einer Geschlechtsangleichung. Bei ihrer Familie findet sie jedoch keine Unterstützung für ihr Vorhaben und stößt auf Unverständnis. Trost bietet einzig die Zuneigung eines älteren Herren, der sie so liebt, wie sie ist. Nach einem schwierigen Prozess, dessen Zeug*innen wir werden, tritt sie im Theater in Dialog mit ihrer Vergangenheit. In einfühlsamen Bildern zeichnet der Film das Porträt einer Frau, die sich nicht mehr verstecken will. In dem mehrfach ausgezeichneten Film dokumentiert die Regisseurin Mariannas Alltag, ihre schmerzhafte Transformation zur Frau und zeigt glückliche Momentaufnahmen ebenso wie nachdenkliche Wortwechsel über die Akzeptanz Transsexueller in der Gesellschaft.


Gespräch zum Film mit Gaby Babić (Kinothek Asta Nielsen e.V.)


In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt zeigt die Kinothek Asta Nielsen e.V.  im Rahmen der Veranstaltung Revolution Movement Transgender den Dokumentarfilm Call Me Marianna.


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13.6.2018

Mal Seh'n Kino


Keine Angst vorm Fliegen

CALL OF THE WILD

Kurzfilmprogramm für Mädchen und junge Frauen


Wir laden Mädchen und junge Frauen zu einem Kurzfilmprogramm in die Kinothek ein und starten damit auch eine eigene Reihe. Call of the Wild ist der Titel dieses Kickoff-Programms: Es wird um tierisches Abdrehen, Party-Katastrophen und -Rettungen, feministischen Rap und Style-Begeisterung gehen. Das Programm ist der Auftakt zur Filmreihe „Keine Angst vorm Fliegen“, die in Zukunft vierteljährlich stattfindet. Interessierte Mädchen und junge Frauen sind zudem sehr herzlich eingeladen, zukünftig in einer Projektgruppe mitzumachen, die gemeinsam Filme anschaut, diskutiert und für die nächsten „Keine Angst vorm Fliegen“ – Termine auswählt.


Call of the Wild, Regie Neozoon

Deutschland 2017, 4 Min

„Gefundenes“ Videomaterial aus dem Internet wird verwendet: Jugendliche ahmen Tierlaute nach. Zusammen perfomen sie eine wilde Geste.


Dressage, Regie Julika Rudelius

Niderlande 2009, 8 Min

Eine Gruppe von Mädchen stylt sich für einen besonderen Moment – doch worauf läuft das Styling hinaus?


Sookee – Von Seepferdchen und Schränken, Regie Kerstin Polte

Deutschland 2018, 34 Min

Sookee – Von Seepferdchen und Schränken ist das vielschichtige und intime Porträt von Sookee, einer queer-feministischen Rapperin und linken Aktivistin, die schon seit Jahren gegen Sexismus, Homophobie und Rassismus im deutschen Hip-Hop kämpft. Ob beim Schminken hinter- oder beim Rappen auf der Bühne; vor einer Schulklasse; in einer philosophischen Vorlesung; auf einer lesbischen Hochzeit; bei ihrer Mutter in der Küche oder beim Texten im Park – ihr Leben und Denken sind eins mit ihren Texten und politischen Anliegen: Toleranz und Liebe statt Ausgrenzung und Schubladen. Ehrlichkeit statt Überheblichkeit. Vielfalt statt binärem Denken. Seepferdchen statt Schränken.


Meine Heimat?, Regie Kira K., Imane O. und Melissa E.

Entstanden im Rahmen des Projekts Open Minds – Channel for Young Refugees, Produktion: Filmhaus Frankfurt e.V.

Deutschland 2017, 5 Min

Wenn Katzen erzählen könnten. Ein Film über Herkunft, Heimat und wie es sich anfühlt, in Deutschland zu leben.


+ Als Zugabe gibt es ein Überraschungsmusikvideo


Der Eintritt ist frei



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13.6.2018

Mal Seh'n Kino


Kinothek Asta Nielsen und Mal Seh'n Kino präsentieren

"Zwischen Alfred Hitchcock und David Lynch“ –

die Filme von Miriam Gossing und Lina Sieckmann


Kuratiert und vorgestellt von Louise Burkart und Karola Gramann

Im Anschluss an die Vorführung Publikumsgespräch mit den Regisseurinnen


Das Programm


Desert Miracles, Gossing/Sieckmann, Deutschland/USA 2015, 10 Min., 16mm auf HD, Farbe, Stereo


Home Stories, Matthias Müller, Deutschland 1990, 12 Min., 16mm, Farbe, Ton


Ocean Hill Drive, Gossing/Sieckmann, Deutschland 2016, 21 Min., 16mm auf HD, Farbe, Stereo


One Hour Real, Gossing/Sieckmann, Deutschland 2017, 12 Min., 16mm auf HD, Farbe, Stereo


und eine Surprise


Desert Miracles

ist die filmische Untersuchung einer ökonomisierten Architektur der Sehnsucht. In 22 Tableaus meditiert der Film über die Interieurs verschiedener Hochzeitskapellen im US-Bundesstaat Nevada und lässt in den opulenten Szenerien die umfassende kulturelle Organisierung des Gefühls „Liebe“ erahnen. Eine weibliche Stimme liest einen ambivalenten Brief an einen unbekannten Geliebten vor, in dessen Verlauf sie sich mit den Herausforderungen moderner Beziehungen in einer anhaltenden Balance zwischen Selbstverwirklichung und Optimierung konfrontiert sieht. Der Text entstand auf der Grundlage verschiedener anonymer Posts in US-Hochzeitsforen. Aus den unterschiedlichen Perspektiven auf das Begehren, auf Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen setzt sich ein einziger fiktiver weiblicher Charakter zusammen.


Das Programm verbindet die aktuellen Arbeiten des Künstlerduos Gossing/Sieckmann mit einer Arbeit von Matthias Müller aus den 1990er Jahren.


Home Stories

Gossing / Sieckmann sehen einen Zusammenhang ihrer eigenen Arbeit mit diesem frühen Film von Matthias Müller. Home Stories ist ein Montagefilm, er besteht aus vom Fernsehgerät abgefilmte Szenen aus Hollywood-Melodramen der 1950er und 1960er Jahre. Immer wiederkehrende Suspense-Motive und Handlungsklischees erlauben es, Szenen aus verschiedenen Filmen mit unterschiedlichen Protagonistinnen nahtlos ineinander übergehen zu lassen. Die Bearbeitung verdichtet den dramatischen Umschlag vom Heimischen zum Unheimlichen; es bildet sich ein imaginäres Kollektiv von Frauen, die in immer wiederkehrenden Situationen gefangen zu sein scheinen. Motive, die sich ebenso in den Werken von Gossing/Sieckmann wiederfinden, jedoch eine andere Ausprägung erfahren.


Ocean Hill Drive

untersucht in dokumentarischen Bildern das seltene Phänomen des 'shadowflicker', welches sich aufgrund einer zu dicht platzierten Windturbine in einer Vorstadtsiedlung nahe Boston ereignet. Der pulsierende Schattenwurf dringt in die häusliche Sphäre verschiedener Eigenheime der us-amerikanischen Suburbia und bewirkt eine hypnotisierende Unterbrechung der Wahrnehmung des Raums. Der sogenannte Flickereffekt, ein aus dem Kontext des Strukturellen Films bekanntes Motiv, taucht hier innerhalb dokumentarischer Aufnahmen verschiedener Wohnräume und Landstriche der amerikanischen Ostküste auf. Die Folgen dieses alltäglich erlebten Flickereffekts im Leben sind gravierend. Das soziale und psychologische Gleichgewicht der Nachbarschaft wird zunehmend erschüttert. Der von einer farblosen Sprecherinnenfigur vorgetragene Text setzt sich aus fragmentarischen Originalaussagen verschiedener Anwohner zusammen. Es entsteht eine lose Narration an der Grenze zwischen Dokumentarischem und Fiktion.


One Hour Real

schaut hinter die Kulissen und Fassaden eines zeitgenössischen Freizeitphänomens: sogenannte Real Life Escape Games. Angelehnt an die Inszenierung populärer Horrorfilme und Ego-Shooter Games findet eine Rückübersetzung des virtuellen in den realen Raum statt. Gefühle von Angst, Kontrollverlust und Gefahr werden innerhalb eines Zeitfensters von einer Stunde in gesichertem Terrain erprobt. In der unvoreingenommenen Betrachtung der automatisierten Mechanismen innerhalb verschiedener Escape Rooms wirft der Film Fragen von Überwachung, Rollenspiel und der Beziehung zwischen Gefangenschaft und Begehren auf.


Als Zugabe gibt es eine Surprise.



















ninas farbfilm
Arendt4
Arendt3
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Call of the wind
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