Logo rot frei.png

Kino Orfeos Erben

Auftakt am Freitag, 31. August 2018

20.15 Uhr


FEMMES TOTALES - FILME VON FRAUEN wurde 2016 in München von Monika Kijas mit ihrem Filmverleih [eksystent distribution] initiiert. Unter dem Motto „Was Kino sein kann” ist es das Ziel, zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen. Im Rahmen der FEMMES TOTALES FILMTOUR NO 2 sind es fünf vielfach ausgezeichnete Filme, die in Form von Drama, Komödie oder gesellschaftskritischer Dokumentation die spannende Bandbreite widerspiegeln, die das Kino von Frauen umfasst. Monika Kijas zeichnet für die Filmauswahl verantwortlich.


Die Kinothek Asta Nielsen e.V. zeigt auch 2018 in Zusammenarbeit mit dem Kino Orfeos Erben die Filme der diesjährigen Tour. Im Anschluss an jede Vorführung laden wir zum Filmgespräch. Den fünften und letzten Film der Reihe – Speak up von Amandine Gay – präsentieren wir im Rahmen unseres neuen Festivals Remake. Frankfurter Frauen Film Tage


_______________________________________________________________________________________________


Freitag, 31. August / 20.15 Uhr

Tage am Meer

Interludio (Originaltitel)

Argentinien 2016, 80 min, Spanisch mit deutschen Untertiteln, ab 0 Jahren

Regie: Nadia Benedicto

Drehbuch: Nadia Benedicto

Kamera: Matías Quinzio

Schnitt: Sabrina Gazzaneo

Musik: Wolly von Foerster

Produzenten: Nadia Benedicto, Roxy Ruzzante, Leonor García Vercillo

Cast: Patricio Aramburu, Lucía Aráoz de Cea, Sofía Del Tuffo, Lucía Frittayón, Facundo Perna Gutiérrez, Lucas Perna Gutiérrez,Leticia Mazur


Frisch von ihrem Mann getrennt, macht Sofía mit ihren beiden Töchtern Irina und Patchi einen Ausflug in eine Kleinstadt am Meer. Die kleine Patchi sieht die Magie der Welt noch durch kindliche Augen und stürzt sich begeistert in Abenteuer. Ihre große Schwester Irina erlebt ihre erste Liebe mit der gleichaltrigen Marina, während Sofía zunächst ihr Gefühlschaos verarbeiten muss. Als sie den charmanten Luis kennenlernt, wird die Sache nicht einfacher und am Ende ihrer Zeit am Meer haben alle drei mehr erlebt, als sie sich je erträumt hätten.

Ein Film über das Freisein und das Suchen und Finden von Liebe sowie die Beziehung zwischen Mutter, Tochter und Schwester.

 

Die Regisseurin Nadia Benedicto wurde 1986 in Comodoro Rivadavia in Argentinien geboren. Mit 18 zog sie nach Buenos Aires, um an der Universidad del Cine Kamera zu studieren. Während dieser Zeit war sie Autorin und Regisseurin mehrerer Kurzfilme wie Like a Warrior oder The Last Stop und drehte ihren ersten mittellangen Film Her Skin was Pink. Tage am Meer ist ihr Langfilmdebüt.


_______________________________________________________________________________________________


Mittwoch, 12. September / 20.15 Uhr

Träum weiter

Dröm vidare (Originaltitel)

Schweden 2017, 93 Minuten, Schwedisch mit deutschen Untertiteln, ab 12 Jahren

Regie: Rojda Sekersöz

Drehbuch: Johanna Emanuelsson

Kamera: Gabriel Mkrttchian

Schnitt: Linda Jildmalm, Hanna Storby

Musik: Lisa Holmqvist

Produzenten: Annika Hellström, Agneta Fagerström Olsson

Produktionsfirma: 2a film AB

Cast: Evin Ahmad (Mirja), Ella Åhman (Isa), Gizem Erdogan (Sarah), Segen Tesfai (Nina), Malin Persson (Emmy), Outi Mäenpää (Sirkka), Anna Bjelkerud (Edit), Michael Lindgren (Paul Lilja)


Frisch aus dem Knast, wird Mirja stürmisch von ihren Freundinnen empfangen. Die vier jungen Frauen planen schon den nächsten großen Coup: Unbeirrbar, unzertrennlich und ziemlich cool. Nur Mirja kommen langsam Zweifel an ihrem Gangsterleben. Denn neben ihrer kranken Mutter muss sie sich auch noch um ihre kleine Schwester kümmern. Also startet Mirja ein geheimes Projekt. Denn es muss doch eine Möglichkeit geben, auf ehrliche Weise Geld zu verdienen.

Raus aus dem Knast, rein ins ehrliche Leben! Das haben in Filmen schon viele versucht, das schwedische Drama „Träum weiter“ und Regiedebüt von Rojda Sekersöz steckt aber so voller Leben und lässiger Weiblichkeit, dass der Kampf um Unabhängigkeit und das Recht auf einen Neuanfang auch so sehenswert ist.


Die 27-jährige Regisseurin Rojda Sekeröz hat nach ihrem Studium am Stockholmer Institut für dramatische Künste einige Kurzfilme gedreht und mit ihrem ersten Feature-Film nun direkt ins Kritikerherz getroffen.


_______________________________________________________________________________________________


Mittwoch, 26. September / 20.15 Uhr

Das unmögliche Bild

Deutschland / Österreich 2016, 70 min, ab 12 Jahren

Regie: Sandra Wollner

Drehbuch: Sandra Wöllner

Kamera: Timm Kröger

Schnitt: Stephan Bechinger

Musik: Joscha Eikel

Produzenten: Andrea Hess, Andi Grassl, Anja Schmitt

Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg

Cast: Jana McKinnon (Johanna), Eva Linder, Andrea Schramek (Magda), Isabel Schmidt, Mira Reisinger, Isabella Simon, Alexander E. Fennon, Helmut Wiesner, David Jakob (Georg)


Vorstadtidylle Ende der 1950er Jahre, die Mutter sitzt mit ihren zwei Töchtern im Garten. Der Vater hält den perfekten Familiensonntag mit der 8mm-Kamera fest, dann drückt er seiner Ältesten Johanna das Gerät in die Hand. Kurz darauf ist er tot, einfach umgekippt. Johanna behält die Kamera.

Aus der väterlichen Inszenierung des kleinen Glücks wird eine Familienchronik: aus 13-jähriger, aus weiblicher Sicht: der Blick einer nachdenklichen Heranwachsenden auf ihre Vorgängerinnen. Nun lebend bei den Großeltern, kommen jede Woche Frauen zum sogenannten Kochclub vorbei, die gemeinsam rauchen und Schnaps trinken, aber nie kochen. Regelmäßig verschwindet eine der Frauen mit der Großmutter im Hinterzimmer. Dann wird die Musik lauter gedreht. Denn die Familie hütet ein Geheimnis.

Sandra Wollner vermag durch ihre mosaikhaften Filmsequenzen fantasievoll wie einfühlsam Tabuthemen anzuschneiden, von verqueren politischen Diskussionen am Abendbrottisch bis zu psychischer und physischer Gewalt hinter der Fassade familiärer Harmonie, vor allem aber von den sogenannten Engelmacherinnen und den Frauen, die sie aufsuchen.


Sandra Wollner, geboren 1983, studierte zunächst an der Universität Wien und arbeitete als Editorin, Regisseurin und als Post-Production Managerin. Heute nimmt die Regisseurin an dem Dokumentarfilm Programm der Filmakademie Baden-Württemberg teil. Für Das unmögliche Bild, ihr erster Spielfilm, erhielt sie den Förderpreis Neues Deutsches Kino und den Förderpreis für Filmkunst bei den Internationalen Hofer Filmtagen


Im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin (angefragt)


_______________________________________________________________________________________________


Freitag, 19. Oktober / 20.15 Uhr

Bonjour Paris

Frankreich 2017, 97 Minuten, Französisch mit deutschen Untertiteln, ab 0 Jahren

Regie: Léonor Sérraille

Drehbuch: Léonor Sérraille

Kamera: Emilie Noblet

Schnitt: Clémence Carre

Produzent: Sandra Da Fonseca

Produktionsfirma: Blue Monday Productions

Cast: Laetitia Dosch, Grégoire Monsaingeon, Souleymane Seye Ndiaye


Nach einem Aufenthalt in Mexiko ist Paula zurück in Paris und landet ungebremst in einer Mid-30’s Krise: Ohne Geld und einen Plan für die Zukunft klappert sie erfolglos alte Kontakte ab. Selbst ihre Mutter will sie nicht sehen und ihr ehemaliger Lover, ein Fotograf, lässt die schrille 31-Jährige abblitzen. Für Paula ist das aber kein Grund aufzugeben. Sie ist voller Energie und Eigensinn und weiß: Sie muss einen Neuanfang starten! Sie organisiert sich einen Job als Kindermädchen. Als sie zusätzlich als Verkäuferin eingestellt wird, scheint es, als hätte sie ihr Leben wieder im Griff. Bonjour Paris lebt vom schillernden Charakter der Hauptfigur, die sämtliche Gefühlsextreme durchlebt.


Léonor Sérraille, französische Regisseurin und Drehbuchautorin, machte ihren Master in Literaturwissenschaften und einen Abschluss an der Filmhochschule La Fémis. Ihr erster Spielfilm Bonjour Paris wurde 2017 bei dem Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Kamera und im selben Jahr mit dem Preis für den besten französischen Film ausgezeichnet.


_______________________________________________________________________________________________


Montag, 5. November / 20.15 Uhr

Speak Up

Ouvrir la voix (Originaltitel)

Frankreich 2017, 122 Minuten, Französisch mit deutschen Untertiteln, ab 0 Jahren

Regie: Amandine Gay

Drehbuch: Amandine Gay

Kamera: Enrico Bartolucci

Schnitt: Enrico Bartolucci, Amandine Gay

Produzenten: Enrico Bartolucci, Amandine Gay

Produktionsfirma: Bras de Fer


Die Dokumentation erforscht die Schnittpunkte zwischen Kunst, Diskriminierung, Feminismus und Hautfarbe. Dabei kommen schwarze Frauen zu Wort, die in Europa leben und eines gemeinsam haben: Sie alle sind bereits Opfer von Diskriminierung geworden. Sie alle erzählen von ihren Kampf für eine Welt, in der sie selbst bestimmen können, was eine schwarze weibliche Perspektive ausmacht.


Die Regisseurin Amandine Gay lebt in Montreal und ist Aktivistin, Journalistin und afrofeministische Filmemacherin. Nach ihrem Abschluss der Kommunikationswissenschaften begann sie ein Studium am Konservatorium der Darstellenden Künste in Paris. Seit 2012 arbeitet sie als Drehbuchautorin. Speak Up ist ihr Regiedebüt.


_______________________________________________________________________________________________


Orfeos Erben

Hamburger Allee 45

60486 Frankfurt am Main

Kartenreservierungen und Programminformationen unter 069 70769100 oder reservierung@orfeos.de


Weitere Informationen zu FEMMES TOTALES

www.femmes-totales.de



Sämtliche Filmstills [eksystent distribution] filmverleih










2018 – FEMMES TOTALES FILMTOUR NO 2

31.8.2018

20.15 UHR

Orfeos Erben

Hamburger Allee 45

60486 Frankfurt am Main

www.orfeos.de

Anfahrt



Bonjour Paris
Bonjour Paris
Bonjour Paris
Bonjour Paris
Bonjour Paris