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ada_hinterhof_kino


Das ada_hinterhof_kino ist zurück! Am 10. Juni startet die Kinothek Asta Nielsen gemeinsam mit der ada_kantine und in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen und dem Kino Orfeos Erben ihr diesjähriges open air Filmprogramm im Hof der ehemaligen Akademie der Arbeit auf dem Campus Bockenheim.


Die Akademie der Arbeit wurde 1921 in der Weimarer Republik als erste Hochschule für Arbeiter*innen eröffnet und schaut nun also auf 100 Jahre Geschichte zurück.

Die ada_kantine wird bald ihr einjähriges Bestehen feiern. Sie eröffnete vergangenen Sommer als Ort für eine solidarische Küche in Bockenheim mit der Losung: Restaurant für alle! Leckeres und vegetarisches Essen nach einem solidarischen Preissystem.


Das ada_hinterhof_kino 2021, das an fünf Abenden im Juni und Juli stattfinden wird, kreist um den Themenkomplex Arbeit, um die Kritik von Arbeitsverhältnissen und vorherrschenden Arbeitsdoktrinen: die Unsichtbarmachung von Arbeit (Putzen, Hausarbeit etc.), die Prekarität insbesondere von migrantischen Arbeiter*innen, schlechte oder ganz ausbleibende Entlohnung, starre Geschlechterzuschreibungen und Machtstrukturen und nicht zuletzt Naturzerstörung durch Arbeit.


Das Programm trägt dem Jubiläumsjahr – 100 Jahre Akademie der Arbeit – Rechnung und steht zugleich im Kontext des diesjährigen Schwerpunktthemas von Remake. Frankfurter Frauen Film Tage (23.–28. November 2021): „All That Work! Frauen, Arbeit und Film“.



Termine


Do, 10.6

MEIN VIETNAM von Tim Ellrich, Hien Mai (Deutschland 2020), 70 min, OmdU


Do, 17.6

REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT von Yulia Lokshina (Deutschland 2020), 92 min, OmdU


Do, 24.6

TAMING THE GARDEN von Salomé Jashi (Schweiz/Deutschland/Georgien 2021), 91 min, OmeU


Do, 8.7

VON WEGEN „SCHICKSAL“ von Helga Reidemeister, (BRD 1979), 121 min, OV


Do, 15.7

CONCEIVING ADA von Lynn Hershman Leeson, (USA 1999), 85 min, OmdU


Das ada_hinterhof_kino ist Teil von SommerWanderKinos Hessen 2021 und wird über das Programm INS FREIE! des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Gefördert durch HessenFilm und Medien GmbH
















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MEIN VIETNAM

Deutschland 2020, 70 min, R Tim Ellrich, Hien Mai, 70 min, OmdU


Das vietnamesische Ehepaar Bay und Tam lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Abseits der deutschen Gesellschaft arbeiten die beiden in leeren Büroräumen als Putzkräfte. Durch Skype und Online-Chatrooms haben sie ihre eigene virtuelle Version von Vietnam in ihrer Münchner Wohnung erschaffen. Doch die Begrenzungen dieser Blase zeigen sich, als Bays und Tams Haus in Vietnam durch einen Sturm zerstört wird und ein Familienmitglied in der ehemaligen Heimat auf dem Sterbebett liegt. Mehr und mehr müssen sich die beiden mit der Frage konfrontieren, ob sie in Deutschland jemals wirklich angekommen sind. Während Bays Zukunft klar in Deutschland liegt, wird es für Tam immer wichtiger, nach Vietnam zurückzukehren. Ist Heimat ein Ort oder vielmehr ein Gemütszustand?

Ein Film über die Schwierigkeit, an zwei Orten gleichzeitig zu leben, und die Frage, welche Auswirkungen diese Dualität auf eine Ehe, Familie und das Gefühl von Zugehörigkeit hat.

In Anwesenheit der Filmemacher*innen



REGELN AM BAND, BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT

Deutschland 2020, 92 min, R Yulia Lokshina, OmdU, FSK 12


In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen des größten deutschen Schweineschlachtbetriebs ums Überleben und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das Bertolt-Brecht-Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“, das sich schon 1931 mit Marktmacht und Monopolbildung und der Ausbeutung und Aussperrung von Arbeiter*innen beschäftigte – und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu. Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland. Ein Film über den Zustand der Arbeit und Fragen der Moral, wo offene Landes- und Marktgrenzen für die einen Gefahr und für die anderen Kapital bedeuten.



TAMING THE GARDEN

Schweiz/Deutschland/Georgien 2021, 91 min, R Salomé Jashi, OmeU


Ein alter Baum mit ausladender Krone schwimmt über das Meer. Was sich nach einem surrealistischen Gemälde anhört, ist eines der betörendsten Bilder aus Salomé Jashis Taming the Garden. Betörend und gleichzeitig ambivalent. Denn dieser Baumtransport ist Teil eines aberwitzigen Projekts. Ein steinreicher und politisch mächtiger Mann sammelt alte Bäume, die er ausgraben und in seinen Garten bringen lässt. Warum er das tut, und was man davon halten soll, diskutieren die Beobachter kontrovers. Vielleicht einfach, weil er sich ein so exzentrisches Hobby leisten kann? So absurd die Verpflanzungen anmuten, so sehr sind sie Sinnbild für Macht, unverschämten Reichtum und Bezwingung der Natur. Die Mühen der Entwurzelung macht der Film deutlich sicht- und hörbar. Mit schwerem Gerät wird den Bäumen zu Leibe gerückt, die Straßen in die Berge müssen erst gebaut werden, und jüngere Bäume gefällt, um den Transport zu ermöglichen. (Katalogtext Berlinale Forum 2021)

In Kooperation mit goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films



VON WEGEN „SCHICKSAL“

BRD 1979, 121 min, R Helga Reidemeister, OV, FSK 0


„Gewaltverhältnisse in der Familie als Ausdruck von existentiellem Druck, verhinderter Liebesfähigkeit, Einsamkeit, wo eine Mutter nur Hausfrauenpflichten zu erfüllen hat, wo andere Bedürfnisse unter'n Tisch fallen, wo sie entsprechend heiß laufen muß - der Mut, sich selbst damit zu konfrontieren und der Versuch, aus dieser Alltagsnot herauszufinden, das zeigt Irene Rakowitz, 48 Jahre, nach 20 Ehejahren von dem Bergarbeiter Richard geschieden, Mutter von 4 Kindern - weil sie sich nicht angepaßt hat, weil sie nicht aufhört zu hoffen, daß es für sie und ihre Kinder auch anders sein kann, weil es für sie kein ,Schicksal' gibt." (Helga Reidemeister)

„Während Filme von Arbeitskämpfen, Hausbesetzungne, Kriegsberichte usw. von der Großartigkeit der Anstrengung der Protagonisten leben, zeigt Von wegen ,Schicksal' die trotz der verzweifelten Versuche erbärmlichen Ergebnisse der Bemühungen, die Bedürfnisse eines jeden ernst zu nehmen.“ (Helke Sander)

In Kooperation mit Pupille – Kino in der Uni e.V.



CONCEIVING ADA

USA 1999, 85 min, R Lynn Hershman Leeson, OmdU


Mit »Conceiving Ada« setzt Lynn Hershman Leeson der historischen Persönlichkeit Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace, ein filmisches Denkmal. Die Herzogin, besser bekannt als Ada Lovelace, war eine britische Mathematikerin und gilt heute als Urheberin des ersten Computerprogramms überhaupt. Für die Analytical Engine – eine mechanische Rechenmaschine von Charles Babbage – schrieb sie den ersten Algorithmus und legte damit den Grundstein für das Konzept der Programmiersprache. In Hershman Leesons Spielfilm findet die in unserer Gegenwart lebende Programmiererin Emmy Coer einen Weg, mit Ada Lovelace in der Vergangenheit zu kommunizieren. Coer hat Pläne, ihr Vorbild Lovelace durch Gentechnik wieder zum Leben zu erwecken. Die von Tilda Swinton verkörperte Countess of Lovelace wird in dem Spielfilm als visionäre Pionierin dargestellt, deren Ideen durch gesellschaftliche Umstände und rigide Rollenbilder in die Schranken gewiesen werden. Hershman Leeson thematisiert die Diskriminierung von Frauen und ihre Marginalisierung in den Wissenschaften. Gleichzeitig schafft sie eine Hommage an eine historisch bedeutende Frau und ehrt sie in der Form eines Science-Fiction-Films.

In Kooperation mit Orlando Collective


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Organisatorische & Regelungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften


Abendkasse, Einlass jeweils ab 20.00 Uhr, kurze Begrüßung und Einführung jeweils um 21 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit


Bei zu schlechtem Wetter verlegen wir die Vorstellung auf ein anderes Datum. Aktuelle Informationen werden über die Social-Media-Kanäle der Kinothek Asta Nielsen und der ada_kantine veröffentlicht.


Abstands- und Hygienereglung

Wir können im Hof der ada_kantine rund 60 Sitzplätze zur Verfügung stellen. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der aktuell geltenden Hygieneregelungen statt; aktuell in Frankfurt am Main nach Stufe 2 der Öffnungsstrategie in Hessen, wonach Besucher*innen tagesaktuelle Tests bei Kulturveranstaltungen empfohlen werden. Weiterhin müssen wir bei Einlass die Kontaktdaten erfassen. Die 1,5m-Abstandsregel und die Maskenpflicht müssen eingehalten werden.

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Kontaktadresse

Kinothek Asta Nielsen e.V.

www.kinothek-asta-nielsen.de

info@kinothek-asta-nielsen.de

Tel. 069 92039634





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HessenFilm-4c
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OHdK-Wortmarke

Juni / Juli 2021

ada kantine

Mertonstraße 30

60325 Frankfurt

www.ada-kantine.org

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