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BINDING KULTURPREIS 2017 FÜR KINOTHEK ASTA NIELSEN [MEHR]

FILMFESTIVAL

14.–17.12.2017


PUPILLE – KINO IN DER UNI

TRANSITO.

ELVIRA NOTARI – KINO DER PASSAGE


Referent*innen und Musiker*innen


Gina Annunziata promovierte zum Dr. Phil. in Visuellen Studien am Institut für Human- und Medienwissenschaften (SUM) an der Universität Siena gemacht. Sie unterrichtet Filmgeschichte an der Universität Neapel L’Orientale und an der Akademie der bildenden Künste in Neapel. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Bild „des Anderen“ im Kino Italiens, Nordafrikas und des Nahen Ostens.


Ruth Beckermann ist in Wien geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Publizistik und Kunstgeschichte sowie Studienaufenthalten in Tel Aviv und New York promovierte sie 1977 an der Universität Wien zum Dr. phil. Sie arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften in Österreich und der Schweiz. 1978 gründete sie mit zwei Kollegen den Verleih filmladen, in dem sie sieben Jahre tätig war. In dieser Zeit entstanden ihre ersten Filme und Bücher. Seit 1985 arbeitet Ruth Beckermann als freie Autorin und Filmschaffende. Ihr aktueller Spielfilm Die Geträumten wurde auf der Diagonale 2016 als bester Spielfilm ausgezeichnet.


Sonia Campanini ist Juniorprofessorin für Filmkultur am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Lehr- und Forschungsgebiete umfassen die Geschichte, Ästhetik und Theorie des Films und der audiovisuellen Medien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Theorien und Praxen der Archivierung, Restaurierung und Präsentation des Films. Sie hat L’archivio/The Archive (2012) mit herausgegeben.


Monica Dall’Asta ist außerordentliche Professorin für Film und Medien an der Universität von Bologna. 2008 publizierte sie den ersten Sammelband über Filmemacherinnen im italienischen Stummfilm: Non solo dive. Pioniere del cinema italiano. Zusammen mit Jane Gaines und Radha Vatsal ist sie Herausgeberin des Women Film Pioneers Project (Columbia University, wfpp.cdrs.columbia.edu). Ihre Monographie Trame spezzate. Archeologia del film seriale hat 2010 den Limina Preis für das beste italienische Filmwissenschaftswerk gewonnen. 2016 hat sie eine Ausgabe von Feminist Media History zu Women in Found Footage, zusammen mit Alessandra Chiarini herausgegeben (fmh.ucpress.edu).


Simona Frasca wurde in Geschichte und Analyse von Musikkultur im Bereich Linguistik und Anthropologie an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft und Philosophie der Universität La Sapienza in Rom promoviert. Sie unterrichtet am Lehrstuhl für Musik-geschichte an der Universität Federico II in Neapel und an der Ausländeruniversität in Perugia. Ihre Forschungsgebiete sind Sozialgeschichte der Musik – von Free Jazz über den frühen Sound der Epoche der Vervielfältigung im Verhältnis zu italienischen Migrationsbewegungen in die Vereinigten Staaten.


Lucilla Galeazzi (*1950 in Terni/Umbrien) ist eine der profiliertesten Sängerinnen der neuen italienischen Volksmusik, die sich in den letzten 40 Jahren aus einer Fusion von traditioneller und neuer, jazz-inspirierter Musik entwickelt hat. Sie sang im legendären Gesangsquartett von Giovanna Marini, einer der Pionierinnen der neuen, politisch engagierten italienischen Volksmusik, und gründete ihr erstes Trio mit weiteren Pionieren dieser revitalisierten Volksmusik, Ambrogio Sparagna (Drehleier) und Carlo Rizzo (Tambourin). Lucilla Galeazzi gastiert weltweit und verbreitet international den Sound der Gesangstradition Italiens.


Nina Goslar (*1957) ist seit 1994 in der Filmredaktion von ZDF/ARTE tätig, mit den Schwer- punkten Stummfilm, Film- und Musikrekonstruktion und Live-Präsentationen. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Restaurierungsprojekte betreut und zur Aufführung gebracht, darunter Der Rosenkavalier (2006 in der Semperoper Dresden), Metropolis (2010 auf der Berlinale) oder Kino Varieté (2015 in der Komischen Oper Berlin). Mit der Kinothek Asta Nielsen gab es bisher zwei große Kooperationen im Rahmen der Retrospektive Germaine Dulac (mit Live-Präsentationen im Schauspiel Frankfurt und im Concertgebouw Amsterdam 2003) und der Retrospektive Asta Nielsen (2007 in Frankfurt am Main und in der Volksbühne Berlin).


Karola Gramann (*1948) studierte Anglistik, Amerikanistik und Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt Film in Frankfurt am Main und London, u.a. bei Christine N. Brinckmann, Heide Schlüpmann, Richard Dyer, Silvia Bovenschen und Alfred Lorenzer. Filmpublizistische Arbeit seit 1978, zus. mit Heide Schlüpmann und Gertrud Koch Herausgeberin der Zeitschrift Frauen und Film. 1985 bis 1989 Leiterin der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen. Inter-nationale Seminar- und Vortagstätigkeit für das Goethe-Institut. 1993 bis 2003 wissen-schaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität. 1999 Mitbegründerin der Kinothek Asta Nielsen, die sie seither leitet. Retrospektiven zu Germaine Dulac, Asta Nielsen und Alice Guy. Mitherausgeberin von Unmögliche Liebe. Asta Nielsen, ihr Kino und Nachtfalter. Asta Nielsen, ihre Filme, Wien 2010.


Marie-Hélène Gutberlet (*1966) hat Kunstgeschichte, Philosophie und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main und Basel (Dr. phil.) studiert und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Frankfurt am Main tätig. Sie ist freie Kuratorin, Autorin und Filmwissenschaftlerin und arbeitet seit Jahren extensiv zum Afrikanischen Kino, zu Experimental- und Dokumentarfilm im Kunstkontext. Sie engagiert sich mit Recherchen und Filmprogrammen in Projekten unter anderem in Johannesburg, Bamako und Berlin; dort insbesondere im Projekt des Living Archive (Arsenal Institut für Film und Videokunst) und – erst kürzlich – der Retrospektive Cours, cours, camarade, le vieux monde est derrière toi – Das Kino von Med Hondo (Arsenal 2017).


Ina Hartwig wurde 1963 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Lettres modernes an der Université dʼAvignon und der Romanistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin folgte eine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Essen. Von 1997 bis 2009 war sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Rundschau und von 2002-2004 Mitherausgeberin des Kursbuch. Es folgten Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig. 2011 erhielt sie den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Seit Juli 2016 ist sie Stadträtin (SPD) und Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt.


Ute Holl lehrt Medienästhetik in Basel. Ihre Schwerpunkte sind die Geschichte und Theorie der Wahrnehmung unter Bedingungen technischer Medien. Sie forscht u.a. zum Experimental- film und zum Kinoklang. Veröffentlichungen in diesem Zusammenhang: Kino, Trance & Kybernetik, Berlin 2002 und Der Moses-Komplex: Politik der Töne, Politik der Bilder, Berlin 2014


Anna Masecchia ist Dozentin für Filmwissenschaft an der Universität Neapel Federico II. Ihre Forschungen kreisen um das Starsystem und die Bildwelten des Populären in der italienischen Nachkriegszeit. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören: Maddalena, Clara e le altre: la vita sognata dello schermo, veröffentlicht 2017, sowie Intorno al neorealismo. Voci, contesti, linguaggi nellʼItalia del dopoguerra, Scalpendi 2017, und „Anatomia della spettatrice. Cesare Zavattini contro il divismo?“, in N. Dusi, L. Di Francesco (Hg.) Bellissima tra scrittura e metacinema, Diabasis 2017.


Dolores Melodia/Antonella Monetti ist eine neapolitanische Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin. Nach vielen Jahren im Theater, im Kabarett und in Film und Fernsehen hat sie 2013 die Figur „Dolores Melodia posteggiatrice chic” erschaffen. Dolores Melodia ist eine passionierte Darstellerin der Vivianis Show und der neapolitanischen Musiktradition. 2015 schrieb und inszenierte Antonella Monetti eine Show namens La Dora Film Presenta über Elvira Notari.


Enrico Melozzi (*1977 in Teramo) studierte Violoncello und Komposition. Seit 2002 lebt er in Rom und arbeitet an Musikprojekten im Bereich Theater, Tanz, Konzert und Film, die er in seinem 2004 gegründeten Label Cinik records veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Fausto Paravidino entwickelte Enrico Melozzi kollektive Kompositionsformen.


Katharine Mitchell ist Autorin des Buchs Italian Women Writers: Gender and Everyday Life in Fiction and Journalism, 1870–1910 (Toronto 2014). Sie hat als Herausgeberin bei einer Reihe von Büchern und Zeitschriftenheften mitgewirkt sowie zahlreiche Aufsätze und Buchkapitel zu Schriftstellerinnen und Schauspielerinnen des Fin de Siècle geschrieben. Derzeit arbeitet sie zur Geschichte des Blicks der middleclass-Frauen und forscht nach Dokumenten von Zuschauerreaktionen auf Theater- und Operndarbietungen von 1830 an. Ferner ist sie an der Herausgabe eines Buchs zu Matilde Seraos transnationaler Rezeption und ihren transnationalen Verbindungen beteiligt. Seit sieben Jahren arbeitet sie an der Universität Strathclyde in Glasgow und lehrt dort italienische Literatur und Kultur.


Giuliana Muscio ist Professorin an der Universität Padua, Gastprofessorin an der Universität von Kalifornien, Los Angeles (UCLA) und der Universität von Minnesota. Sie ist Autorin des Buches Hollywood’s New Deal und von Napoli/New York/Hollywood – Film Between Italy and the United States. Muscio ist eine der Mitbegründerinnen der Internationalen Organisation „Women and the Silent Film“.


Maud Nelissen ist eine niederländische Komponistin und Pianistin, die ihr musikalisches Schaffen der Begleitung von klassischen Stummfilmen verschrieben hat. Sie hat u.a. in Italien mit Charlie Chaplins letztem Musik-Arrangeur Eric James gearbeitet. Seit Jahren ist sie ein viel gefragter Gast bei Festivals und besonderen Kino-Events in Europa, Amerika und Asien. Maud Nelissen hat mehrfach mit ARTE und der Kinothek Asta Nielsen zusammengearbeitet, z.B. bei den Retrospektiven Germaine Dulac und Asta Nielsen.


Federico Odling wurde 1961 in Turin geboren, ist diplomierter Violinist und studierte Komposition am Konservatorium Paganini di Genova. Seine Fähigkeiten perfektionierte er an der Akademie Chigiana. Im Jahr 1977 begann er die Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern an diversen Theatern und in nationalen und internationalen Orchestern.


Elvira Plenar studierte Klavier an der Musikakademie Zagreb und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Sie spielte u. a. mit Albert Mangelsdorff, Christof Lauer, Ralf Hübner, Peter Ponzol und Alfred Harth. Mit Gabriele Hasler spielte sie die CD sonetburger, eine Auseinandersetzung mit Texten von Oskar Pastior, ein. Ein klassisch besetztes Trio bestand in den frühen 1990er Jahren mit Peter Kowald und John Betsch Sie war an verschiedenen Projekten von Lindsay Cooper, u.a. CD und Tournee Oh Moscow, beteiligt, ist seit der Gründung Mitglied von Marilyn Mazurs Future Song, war in dem Frauenmusikfestival Canaille involviert und arbeitet seit langem mit Annemarie Roelofs.

1993 erhielt sie den Jazzpreis des Landes Hessen.


Lorenzo Riessler (*1994) lebt und arbeitet als Schlagzeuger und Perkussionist in London. Nach seinem Abschluss am London College of Music mit „First Class Honours“ spielt er regelmäßig mit Sängern und Bands in England und Europa. Konzerte und Festivals: Ronnie Scott’s Jazz Club (UK), Saalfelden Jazz Festival (Ö), BBC Radio 2 Carfest (UK), Lechlade Festival (UK), BBC Oxford Radio (UK), Schloss Elmau (DE) und andere. Zusammenarbeit mit Musikern: Howard Levy, Michael Riessler, Danilo Di Paolonicola, Enrico Melozzi, Moreno Viglione und anderen.


Michael Riessler (*1957) ist Komponist und Klarinettist und seit Jahren in unterschiedlichen Formationen zu erleben, in denen er Improvisation und Komposition, Sprache, Text und Bild, Tanz und Klang zu ständig wechselnden Figurationen zusammenführt. Er gilt als einer der vielseitigsten deutschen Musiker zwischen Jazz und Neuer Musik, Performance und „avancierter Folklore“. Sein vielfach prämiertes Œuvre (Deutscher Schallplattenpreis, SWF Jazz-Preis) umfasst neben seiner Konzerttätigkeit auch Hörspielmusiken und Filmmusiken, u.a. für ZDF/ARTE zu den Stummfilmen Hamlet und Unheimliche Geschichten von Richard Oswald.


Heide Schlüpmann (*1943) ist eine Frankfurter Kino-Philosophin und kritisch-feministische Kinothekarin. Sie promovierte 1976 über Friedrich Nietzsche und begann ihre Lehrtätigkeit zur Filmwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wurde Mitherausgeberin der Zeitschrift Frauen und Film und Gründungsmitglied und Mitherausgeberin der Feministischen Studien. 1991 erhielt sie die Professur für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität, die sie bis 2008 innehatte. Im Jahr 2000 beteiligte sie sich an der von Karola Gramann initiierten Gründung der Kinothek Asta Nielsen e.V. Damit begann eine bis heute andauernde gemeinsame Kuratorinnentätigkeit.


Michele Sigonore ist Violinspieler, Mandoloncellist, Produzent und Musikkomponist. Er studierte Violine am Konservatorium San Pietro a Majella in Neapel. Erst als Violinist, später auch als Produzent schließt er sich der Gruppe Nuova Compagnia di Canto Popolare an. Seitdem tritt er zusammen mit verschiedenen Künstlern auf der ganzen Welt auf. Derzeit arbeitet er mit Antonella Monetti (aka Dolores Melodia) zusammen.


Paolo Speranza (*1962) ist Italienischlehrer, Journalist und Filmwissenschaftler. Er ist Chefredakteur bei Cinemasud, gegründet 1958 von Pier Paolo Pasolini und Camillo Marino, und schreibt Kulturrezensionen. Er ist Autor von Studien und Essays über Elvira Notari, Neorealismus, Alan Lomax, Pier Paolo Pasolini, italienische Comedy, Italo-Western, Neues italie- nisches Kino und europäische Holocaust-Filme. Speranza hat darüber hinaus Bücher über die Gegenwartsgeschichte und Literatur Süditaliens geschrieben.


Fabian Tietke ist freiberuflicher Filmkritiker und Kinomacher. Gemeinsam mit der Gruppe The Canine Condition arbeitet er seit 2009 zu den verschlungenen Wegen des Dritten Kinos und der globalen Filmproduktion der Gegenwart. 2016 präsentierte er gemeinsam mit Cecilia Valenti und Serena Barela erstmals in Deutschland das Werk der italienischen Dokumentarfilmpionierin Cecilia Mangini. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Geschichte und Gegenwart des Kinos in Deutschland, Italien, der MENA-Region und China. Zu seinen aktuellen Publikationen zählt eine Darstellung der deutschen Filmgeschichte zum Algerienkrieg.


Kim Tomadjoglou ist eine freiberufliche Kuratorin audiovisueller Medien und Historikerin mit besonderem Interesse für das Werk von Filmpionierinnen und Amateurfilmemachern. Sie hat unter anderem Filme von Elvira Notari und Alice Guy erhalten und restauriert. Derzeit arbeitet sie für die Library of Congress Motion Picture in der Abteilung Broadcasting and Recorded Sound Division und untersucht die Rolle des Urheberrechts in Filmsammlungen. Zu ihren aktuellen Publikationen zählt ein Sonderheft der Zeitschrift Film History zum mexikanischen Stummfilm. Derzeit bereitet sie ihre Dissertation On the Border: The Transnational Media Practice of Fronterizo Empresarios Félix and Edmundo Padilla, 1916–1937 für die Veröffentlichung vor.

Eintritt Film und Vortrag 5€,

ermäßigt 4€

Cinekonzerte 8€, ermäßigt 5€

Dauerkarte 30€, ermäßigt 20€

Ermäßigung für Studierende, Arbeitslose und Frankfurt Pass Inhaber*innen

Vorträge frei

Telefonische Kartenreservierung

bis einschließlich 12.12.2017

unter +49 69 92039634

oder schriftlich unter reservierung@kinothek-asta-

nielsen.de

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